Montag, 27. April 2009
Frage des Zeitgeist
Samstag, 25. April 2009
Recal der wiedergekauten Vorverdauten
Mittwoch, 22. April 2009
Hoffnung für die Robbeninsel?
Existenzneurosen
Was wir wissen dürfen
Montag, 20. April 2009
Er kam, sah, aber wird er auch siegen?
inen allein zur Gesinnung des Egoismus avanciert sondern einen Anspruch an alles um einen herum, an der Welt, an die Familie die Freunde die Menschen die man in der Bahn trifft, die man nie trifft weil sie lieber Auto fahren und all die von denen wir nichts wissen außer des es sie gibt."Zeige deine Wunde!", das war über Jahrzehnte Christoph Schlingensiefs Appell. Und er hat auf der Bühne oder vor der Kamera immer danach gehandelt, sich nicht geschont. Im Januar 2008 wird bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert. Als er spürt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist und er in die Mühlen der Medizin gerät, beginnt er, Tagebuch nicht zu schreiben, sondern zu sprechen. Es ist jetzt unter dem Titel "So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein!" erschienen. Wenn man in den letzten Monaten das Fernsehen anmachte oder die Zeitung aufschlug, begegnete einen das Gesicht von Christorf Schlingensief, der sichtlich gezeichnet von seiner Krebserkrankung, nicht die Kraft verliert weiter zu machen. Da ist bemerkenswert. Vor allem, dass er den Mut aufbringt, viel mehr noch es als seine Pflicht sieht, seine Erkrankung zum Thema zu machen, an dem alle Teil haben können. In Kulturzeit gab’s heute einen Interview - Ausschnitt, in dem seine Augen gerötet, den Tränen nah, die Traurigkeit und Zerrissenheit ausdrückten die man in ihm vermutet. Heute ist das Tagebuch Schlingensiefs erschienen, aus der Zeit der Therapie, ich hab’s schon bestellt, denn es ist eines der Bücher, hinter dem sich nicht die Frage verbirgt: Soll ich es lesen, oder nicht?, sondern ein Ausrufungszeichen, gewillt ist einen zu Ohrfeigen, würde man es in betracht ziehen sich zu weigern. Es kann niemand von uns ermessen, was es heißt von dieser Krankheit befallen zu sein, außer derer die auch davon btroffen sind oder waren, dass ist mir klar geworden, wenn man mit Menschen spricht die an Krebs erkrankten, es zu verstehen fällt unsagbar schwer, es verändert die Persöhnlichkeit und das Leben imens. Die Krankheit als Inszenierung gab’s schon als Theaterstück Mea Culpa zu bewundern, das wirklich außergewöhnlich war. Mea Culpa ließ einen alles andere als kalt, und ich wünsche Christorf Schlingensief alles Gute und dass er noch lange unter uns weilt. Interview mit Christorf Schlingensief bei Katrin Bauerfeind
So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!: Tagebuch einer Krebserkrankung
- Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
- Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (20. April 2009)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3462041118
- ISBN-13: 978-3462041118
Freitag, 17. April 2009
Ein Abgesang auf Universalitätsbedürfnisse
Und einige Zeit davor fand man zahlreiche Bücher in dem Stil wie sie die Cover vom amerikanischen Autor Jonathan Safran Foer zieren.
Ein Verlag der sich da weitaus mehr Mühe gibt, ist der ANACONDA Verlag aus Köln, der es nicht nur versteht, seine Bücher individuell zu gestalten, sondern ihnen auch noch das zum Inhalt passende Äußere zu geben und nicht zuletzt ein sehr gutes, umfangreiches Programm besitzt, dass einen nicht nur mit unsäglicher Trivialliteratur(wie zbsp. diesen ganzen Phantasy-Zauberschwachsinn, oder Romane von mitte 20 Jährigen Autoren, die immer um die selben belanglosen Themen kreisen) verschohnt, sondern auch eine Preisklasse anbietet, die absolut akzeptabel und konkurrenzlos. Vor allem die Auswahl an Klassikern ist unglaublich umfangreich. Das sich somit auch der Wert des Buches steigert, dass man dann später gern immer mal wieder aus dem Regal zieht und an dessen Cover, das immer fest mit dem Buch an sich verbunden ist, erinnert. Die Franzosen würden jetzt die Nase rümpfen, denn in Frankreich gibt man nicht so viel auf die Buchgestaltung, wie auf den Inhalt.
O-Ton: Der Anaconda Verlag in Köln präsentiert auf den folgenden Seiten ein buntes und vielfältiges Programm, das für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel Gutes und Lesenswertes bietet.
Im Sachbuch finden Sie eine Vielzahl von Themen, die von Geschichte und Kultur über Psychologie, Philosophie, Religion bis zu Sprachen und populärer Naturwissenschaft reicht. Im Klassikerbereich stehen Weltliteratur, fernöstliche Weisheit, Antike, Mittelalter und Philosophie im Vordergrund.
Zum ANACONDA Verlag
Über Lyrik (nicht nur) von heute
Gesprächsfetzen
- Sie so: Wolltest du Dir heute nicht noch ne CD kaufen?
- Er so: Ach ja, scheiße vergessen!
- Sie so: Welche denn?
- Er so: Die neue von Morrissey.
- Sie so: Von wem?
- Er so: Vom ehemlingen Sänger der Smiths.
- Sie so: Ach die ja, die werden wirklich maßlos überschätzt.
- Er so: Ja da geb ich Dir recht Schatz.
Mittwoch, 15. April 2009
Dienstag, 14. April 2009
Montag, 13. April 2009
NICO ICON Das ist die Stimme der traurigen Frau aus Köln
- Angelika Express - Nico Päffgen als Audiofile
Liebe Post,
"Jochen saß oft schweigend daneben und dachte nach. Er war ein bisschen unser Sonderling, professoral zerstreut und gleichzeitig sehr überlegt, verbrauchte er seine meiste Energie zum Reflektieren, während er als einziger von uns immer einen Likör vor sich hatte. Er linste uns durch die dicken Gläser seiner Nickelbrille an und schließlich gab er einen Satz von sich, der ungefähr wie folgt geklungen haben dürfte: "Weg ist klar, Ziel ist klar, die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei, wir müssen unsere sensitive Produktivität bündeln, intellektuelle Zärtlichkeit kann als Waffe ungemein klärend wirken, legen wir uns auf den Boden und schießen uns selber ab!"" aus Risiko des Ruhms von Rocko Schamoni.
Sonntag, 12. April 2009
Ein Jahr mit J.K. Rowling
Ein Jahr mit J.K. Rowling Gibt es noch 7 tage bei arte.tv/plus7 zu sehen
Samstag, 11. April 2009
"Mein Sohn Ralph (12) will Autor werden. Kann er davon leben?"
LESERBRIEF I an unseren Literaturexperten Prof. Dr. Konrad von Hochstetten-Lastenow: Sehr geehrter Herr Professor, immer wieder hört man, daß Schriftsteller nicht vom Schreiben leben können. Da mein Sohn Ralf (12) jetzt Schriftsteller werden will, wollte ich Sie fragen, welche Möglichkeiten es gibt bzw. warum trotzdem so viele Schriftsteller werden wollen? Heike Keller aus D.
Meine liebe Frau Keller,
als ich mich darauf eingelassen habe, mein bescheidenes Wissen in diesem Medium (für das zu arbeiten ich mich schon jetzt schäme, weil es a priori unliterarisch ist) zur Verfügung zu stellen, habe ich auf Fragen gehofft, die weniger praktisch sind und mir die Möglichkeit eröffnen, in geistige Tiefen hinabzusteigen, die mich und den Fragenden am Ende in geistige Höhen führen würden.
Da Sie nun aber offensichtlich eine auf das Praktische ausgerichtete Frau sind, die ihren Sohn vor einem grauenvollen Schicksal bewahren will, will ich Ihnen auch praktisch und ohne Umschweife antworten: Sicher ist Ihnen Latrodectus mactans, auch die Schwarze Witwe genannt, ein Begriff? Es handelt sich, wie Sie wissen, um ein gefährliches kleines, am Boden lebendes Biest, das in Nord- und Südamerika verbreitet ist und zu jenen Spinnenarten gehört, deren Paarungsverhalten wie bei den Menschen darauf hinausläuft, daß das Weibchen das Männchen frisst. Bei den Menschen ist diese Sache natürlich in die Gesellschaftsform der Ehe hineinsublimiert. Aber hier wie dort kommt es auf die Schnelligkeit an, in der es ein Männchen schafft, nach der Paarung zu entfliehen. Ein Wespenspinnenmann hat zehn Sekunden für das Vergnügen und eine Sekunde für die Flucht zur Verfügung. Eher eine Art russisches Roulette spielt dagegen in Liebesdingen der Walzenspinnenmann: Trifft er nämlich auf ein unerfahrenes Mädchen, kann er sie ohne Probleme überraschend betäuben und sie seinem Tun wehrlos ausliefern. Trifft er aber auf eine bereits erfahrene Frau, die schon einmal betäubt und ausgeliefert war – dann wird er umgehend gefressen.
[...]
Wie den Spinnerich zu seiner gefräßigen Schwarzen Witwe zieht es den Dichter wider besseren Wissens zum weißen Blatt. Versuchen Sie aber trotzdem, Ralf etwas anderes aufzuzwingen. Zum Beispiel: Rechtsanwalt. Wir brauchen Schriftsteller mit Erfahrung in diesem Beruf. Germanisten gibt es zu viele. Ärzte haben wir ausreichend (die Kollegen Benn und Tellkamp beispielsweise). Und ignorieren Sie, wenn Ralf so klingt wie Franz Kafka 1913 in einem Brief: „Nur die Nächte mit Schreiben durchrasen, das will ich. Und daran zugrundegehn oder irrsinnig werden, das will ich auch, weil es die notwendige längst vorausgefühlte Folge dessen ist.“ Kafka war schon sechs Jahre bei seiner Versicherung, als er dies schrieb, und sollte es noch lange bleiben. Trösten Sie Ralf und sich damit. Und freuen Sie sich, daß er überhaupt etwas werden will.
Konrad von Hochstetten-Lastenow, vergisst dabei nur, das Kafka bis zu seinen Tode niemals gedachte , dass was er schrieb zu veröffendlichen, was gegen seinem Willen nach seinem Tod geschah. So weit ich mich Erinnere. Ganzen Artikel auf lit.colonie lesen
Paris - Berlin, die Debatte
Der große Hunger, die neue Armut?
Das Thema Ernährung wird zwar in der Presse viel diskutiert, die drastischen und weitreichenden Folgen von falschem Essen kommen dabei aber nur selten zur Sprache. Wie wirkt sich Mangelernährung auf den Einzelnen und inwieweit auf das soziale Gefüge in europäischen Gesellschaften aus? Isabelle Giordano diskutiert mit Gästen.
Allenthalben hört man Klagen über falsche Ernährung, Übergewicht sowie den vermeintlichen Niedergang des Geschmacks und der Esskultur bei jüngeren Menschen. Das Thema verkauft sich gut in den Medien, schlechtes Essen ist gewissermaßen in aller Munde. Aber wer weiß schon, dass zehn Prozent aller Europäer unter sogenannter "Mangelernährung" leiden, von den Krankenhauspatienten sogar 40 Prozent? Oder dass ein Drittel der alten Menschen in Europa sich falsch ernährt? In Deutschland belaufen sich die vom Gesundheitswesen zu tragenden Folgekosten der falschen Ernährung auf geschätzte neun Milliarden Euro. In Frankreich verfügen Zigtausende Haushalte gerade einmal pro Kopf und Tag über 2,60 Euro für Nahrungsmittel, obwohl eine gesunde Ernährung entsprechend den Empfehlungen mindestens 3,50 Euro kosten würde. Diese drastischen Fakten findet man selten in der Presse, wohl, weil sie Angst machen und auf die Stimmung drücken könnten. Aber mit Sicherheit werden sie über kurz oder lang zu einer schweren Belastung für das soziale Gefüge in unseren europäischen Ländern werden.
(Frankreich, 2009, 60mn) ARTE Gast: Philippe Chalmin Moderation: Isabelle Giordano noch 7 Tage online bei arte.tvplus7Macht und Geld,
Donnerstag, 9. April 2009
Mittwoch, 8. April 2009
Seien Sie dabei: Der größte Die-In Deutschlands!
Dienstag, 7. April 2009
Vorsicht Wand!
Die Maischbergerisierung von geklonten Allzweckpersöhnlichkeiten
Kriechtiere in Aufrechtläufern
Sonntag, 5. April 2009
Privatisierung - Nein Danke!
Samstag, 4. April 2009
Glaube(n)
- Gebundene Ausgabe: 1008 Seiten
- Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 1. Aufl. (2006)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3579054988
- ISBN-13: 978-3579054988
- Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 22,2 x 5,8 cm
PAiN WiTHOUT BORDERS / "Stop Pain"
stoppain @ www.polylog.tv/wildpark Short film Client: PAIN WITHOUT BORDERS Agency: TBWA MAP Directors: PHILIPPE GAMER, FRED REMUZAT Production: SPACE PATROL Animation: SPACE PATROL www.spacepatrol.fr
Zum NATO - Gipfel
Freitag, 3. April 2009
Baden Baden geht baden.
Von Schweitzer lernen heißt, lernen Mensch zu werden.
Donnerstag, 2. April 2009
Liebe GEMA,
Mittwoch, 1. April 2009
Walt Disney und der Massenmord
Stimmt’s?
Tierquäler Disney
© © DIE ZEIT 38/1997
Lemminge begehen kollektiven Selbstmord, indem sie sich ins Meer stürzen - Stimmt's?
Stimmt nicht. Der Mythos ist alt, stammt vermutlich aus Skandinavien. Richtig ist, daß die Populationen der possierlichen Nager aus der Familie der Wühlmäuse großen Schwankungen unterliegen (was seit Entdeckung der Chaostheorie nichts Verwunderliches hat). Ist die Überbevölkerung besonders groß, kommt es zu Wühlmausvölkerwanderungen. Bei diesen Massenmigrationen finden viele Tiere den Tod. Davon, daß die Lemminge dabei freiwillig oder instinktiv aus dem Leben scheiden, kann freilich keine Rede sein.
"Aber da war doch dieser Film ...", wird mancher einwenden. In dem Disney-Film "White Wilderness" ("Abenteuer in der weißen Wildnis") wird tatsächlich der angebliche Massensuizid der Lemminge dargestellt. Allerdings haben die Tierfilmer nachgeholfen, um die Legende publikumswirksam ins Bild setzen zu können.
Das behauptet jedenfalls der Journalist Brian Vallee, der 1983 für das kanadische Fernsehen dem "Making of" des Films auf den Grund ging. Nach Vallees Darstellung wurden die Szenen im kanadischen Bundesstaat Alberta gedreht, wo es gar keine Lemminge gibt. Die Filmemacher hatten die Tiere von Eskimokindern in Manitoba gekauft und dann zum Drehort geschafft. Um den Eindruck einer Massenwanderung zu erzeugen, wurden die Lemminge auf eine große, schneebedeckte Drehscheibe placiert, die dann in Rotation versetzt und aus allen möglichen Kamerawinkeln gefilmt wurde. Der Strom der Lemminge - nichts als eine "Schleife", bei der immer wieder dieselben Tiere zu sehen sind.
Und dann kommt der böse Teil der Geschichte. "Die Lemminge erreichen den tödlichen Abgrund", raunt der Sprecher, "dies ist ihre letzte Chance zur Umkehr. Aber sie laufen weiter, stürzen sich in die Tiefe." Aus einer dank perfekter Tiefenschärfe phantastisch anmutenden Kameraperspektive sieht der Zuschauer die Nager in die gähnende Schlucht eines Flußtales fallen, angeblich getrieben vom Todesinstinkt. Die Wirklichkeit war nach Vallees Recherchen erheblich profaner: Die Disney-Leute halfen nach, schubsten und warfen die wenig lebensmüden Lemminge in den Abgrund.
In der Schlußeinstellung sieht man die sterbenden Tiere im Wasser treiben. "Langsam schwinden die Kräfte, die Willenskraft läßt nach, und der Arktische Ozean ist übersät mit den kleinen toten Leibern." Von wegen Arktischer Ozean, von wegen nachlassende Willenskraft: Ein Massenmord an Tieren im Dienste der Illusionsfabrik Hollywood. Christoph Drösser

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