Montag, 27. April 2009

Frage des Zeitgeist

Was ist an Geiz eigendlich geil? außer das es tatsächlich ein haufen Idioten gibt, die sich von der Werbung jeden Schwachsinn verkaufen lassen und anschließen zu den großen Elektroriesen wandern um sich Geräte und Produkte aufschwatzten zu lassen, die man nicht mal geschängt haben möchte.

Willemsen_Lars_Mueller from litCOLONY.de on Vimeo.

Samstag, 25. April 2009

Recal der wiedergekauten Vorverdauten

Ich befinde mich bei Amazon und ich habe lange Zeit darüber hinweg gesehen, meiner Unnachgiebigkeit zur frönen und diesen virtuellen Marktplatz zu ignorieren. Auf Amazon findet man so ziemlich alles. Vor allem Bücher. Es ist einfach und bequem mit ein paar Klicks, hat man das gewünschte Buch gefunden, das es nicht einmal Wert zu sein scheint, dafür etwas mehr Aufwand, aufzubringen um zum nächsten unabhängigen Buchladen der Stadt zu gehen und dort vielleicht so etwas wie Arterhaltung zu praktizieren in dem man sein Geld dort lässt, wenn man sich schon dazu entschließt es wo zu lassen, weil die kleinen Buchläden es wohl mehr den je brauchen. Amazon ist eigentlich nichts weiter als die Steigerung der Bequemlichkeit ins Netz verfrachtet, des "Alles sofort und zu jeder Zeit haben können", Bedürfnis im Glaube gestillt zu bekommen, haben uns ja schon seit Jahren die großen Einfältigen Ketten bewiesen, wie unpersönlich das allerdings auch ist, hat vielleicht schon er eine oder andere bemerkt, nicht zuletzt leben wir auch in einem Teil der Welt in dem es für Außenstehende den Eindruck macht, Bücher seien bei uns lebensnotwendig, da man sie wie Medikamente bestellen und sehr fix, abholen, dafür um so einfacher sich bringen lassen kann. Bücher helfen zu genesen, wenn da doch tatsächlich mal ein Virus dran ist, an einem zu nagen und man die Zeit am besten Sinnvoll nutzt, mit lesen, während das Virus weiter nagt. Ich habe mal so viel Geld für Bücher ausgegeben, dass ich Mitte des betreffenden Monats, ziemlich blank war und mir auch um der selben Zeit herum, ein Virus einfing, für dessen Bekämpfung kaum noch Geld für Medizin übrig blieb, so kann’s auch gehen. Besser krank und gut unterhalten, als gesund und gelangweilt. Jetzt bin ich abgeschweift, worüber ich mich eigentlich am meisten ärgere, sind die Rezensionen bei Amazon. Es kommt vor das ich viel zu oft Zeit mit lesen von Literaturkritik verbringe als mit Bücher selbst, dass ist ziemlich absurd dessen bin ich mir bewusst, aber dass lässt eine aufmerksame Beobachtung zu. Das die Leser sich so sehr von den Mainstreamkritiken und Buchbesprechungen indoktrinieren lassen, dass man glaubt das rezensierte Buch einiger Käufer, so oder anders schon einmal begegnet zu sein und meist behalte ich recht. Das ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass viele Bücher in der selben Art und weise hochgelobt und verrissen werden wie es vor Ihnen schon einige Namhafte Kritiker taten. Und die Frage die sich mir jetzt stellt ist, wer braucht eigentlich diese ganzen Kritiken? Der Leser Ja wohl kaum, auch wenn seit einiger Zeit der Wille vorherrscht auch über Bücher sprechen zu wollen die man nicht gelesen hat. Es dient dem Autor und dem Kritiker, der Kritikbetrieb ist im laufe der Zeit nicht nur zu einem selbstständigen Wesen mutiert, sondern hat sich auch ein dickes Stück von der Aufmerksamkeit abgeschnitten. Nicht zuletzt ist es der Kritikbetrieb, der einige Bestseller und vielerlei Restseller schafft. Eine Dokumentation die sich dem Thema widmet ist: Wie wird man Bestseller. Wer sich dafür interessiert sagt bescheid, dann mach ich mich mal rann den wo hoch zu laden.

Unten am Fluß/ die Nacht ist ein Meer/ so wie die Wellen/ im Winde sich wiegen/ läßt Du Dich treiben/ und suchst Deinesgleichen/ Kinder der Nacht/ an Orten des Lichts/ stehen im Freien/ und geben Dir Zeichen/ das Zwischen von Zweien/ unterwandert das Nichts/ Du nennst es Liebe/ und heiligst die Mittel/ es bricht Dir das Herz/ und zeitigt die Schrift/ Du hütest den Schmerz/ und lenkst Deine Schritte/ von Dunkel zu Dunkel/ allem Abschied voran. (aus Eines Tages von Blumfeld auf "Old Nobody")

Mittwoch, 22. April 2009

Literaturclub vom 21.04.2009

Hoffnung für die Robbeninsel?

Von Kegelrobben, Menschen und Naturgewalten NETZ NATUR-Sendung vom 26.03.2009 Eine Tauchlehrerin beschliesst, einen Film über Kegelrobben im Atlantik zu drehen. Schon am ersten Tag wird das Unternehmen durch eine gruselige Entdeckung zum Abenteuer. In der rauen Seewelt der irischen Atlantikküste begegnen sich Menschen und Robben auf eine Art und Weise, die in vielerlei Hinsicht stürmisch ist. Die Blasket Islands sind der äusserste Zipfel im Westen Europas – eine sturmgepeitschte Inselgruppe, die der malerischen irischen Halbinsel von Dingle vorgelagert ist. Ausgerechnet diese Wetterecke haben sich ein paar Hundert Kegelrobben ausgesucht, um dort zwischen Oktober und Dezember ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Kurz nach der Geburt sind die süssen, schneeweissen Robbenbabies mit den glänzenden, schwarzen Augen äusserst verletzlich. Wenn die Mütter zum Fischen im Atlantik verschwinden, lassen sie die Babies auf den groben Schotterstränden der Blasket Islands allein zurück.

Existenzneurosen

Für den Planeten und dessen Natur, ist der Mensch nicht nur eine Belastung ohne Gleichen, sondern auch in Gesammtbetrachtung, eine volkommen überflüssige Spezies, nicht zuletzt die einzige, dessen Existenz nur negative Auswüchse für alles andere hervorgebracht hat. Wäre ich die Natur, wäre ich der Planet, würde ich die Menschen abschaffen. Wir müssen sterben, damit der Planet leben kann.

Was wir wissen dürfen

Google, ist böse, dass wisen wir ja, aber wie böse, wissen wir das auch? Oder dürfen wir das überhaupt wissen? Warum erhalte ich zum Beispiel wenn ich in die Suchmaschiene eingebe: Fernsehn aus dem Fenster schmeißen, kein mir zufriedenstellendes Ergebnis? Nur Ergebisse, wie zum Beispiel ob Plasma Fernseher weniger Strom verbrauchen etc. Danach hatte ich nicht gefragt, ich hatte eingegeben: Fernsehn aus dem Fenster schmeißen. Hmm Google? so hattest Du Dir das also gedacht?

Montag, 20. April 2009

Er kam, sah, aber wird er auch siegen?

zumindest ist der Krebs, eine Seuche, die bekämpft werden will und das mit Mitteln, die alles andere als menschlich sind. Was man vor der Krankheit war, spielt eigentlich nur noch eine Rolle wenn es mehr war, als Leben über das man in der Zeit gezwungen wird genau nach zu denken und das wird nicht leicht zu ertragen sein, wir alle sehen dem Ende entgegen, aber wenn es dann plötzlich früher als erwartet kommen will, was dann?. Ganz sicher mehr ist es wenn das Leben wertvoll dadurch wird, dass man mit seiner Existenz etwas anfängt, dass nicht nur für einen allein zur Gesinnung des Egoismus avanciert sondern einen Anspruch an alles um einen herum, an der Welt, an die Familie die Freunde die Menschen die man in der Bahn trifft, die man nie trifft weil sie lieber Auto fahren und all die von denen wir nichts wissen außer des es sie gibt."Zeige deine Wunde!", das war über Jahrzehnte Christoph Schlingensiefs Appell. Und er hat auf der Bühne oder vor der Kamera immer danach gehandelt, sich nicht geschont. Im Januar 2008 wird bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert. Als er spürt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist und er in die Mühlen der Medizin gerät, beginnt er, Tagebuch nicht zu schreiben, sondern zu sprechen. Es ist jetzt unter dem Titel "So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein!" erschienen. Wenn man in den letzten Monaten das Fernsehen anmachte oder die Zeitung aufschlug, begegnete einen das Gesicht von Christorf Schlingensief, der sichtlich gezeichnet von seiner Krebserkrankung, nicht die Kraft verliert weiter zu machen. Da ist bemerkenswert. Vor allem, dass er den Mut aufbringt, viel mehr noch es als seine Pflicht sieht, seine Erkrankung zum Thema zu machen, an dem alle Teil haben können. In Kulturzeit gab’s heute einen Interview - Ausschnitt, in dem seine Augen gerötet, den Tränen nah, die Traurigkeit und Zerrissenheit ausdrückten die man in ihm vermutet. Heute ist das Tagebuch Schlingensiefs erschienen, aus der Zeit der Therapie, ich hab’s schon bestellt, denn es ist eines der Bücher, hinter dem sich nicht die Frage verbirgt: Soll ich es lesen, oder nicht?, sondern ein Ausrufungszeichen, gewillt ist einen zu Ohrfeigen, würde man es in betracht ziehen sich zu weigern. Es kann niemand von uns ermessen, was es heißt von dieser Krankheit befallen zu sein, außer derer die auch davon btroffen sind oder waren, dass ist mir klar geworden, wenn man mit Menschen spricht die an Krebs erkrankten, es zu verstehen fällt unsagbar schwer, es verändert die Persöhnlichkeit und das Leben imens. Die Krankheit als Inszenierung gab’s schon als Theaterstück Mea Culpa zu bewundern, das wirklich außergewöhnlich war. Mea Culpa ließ einen alles andere als kalt, und ich wünsche Christorf Schlingensief alles Gute und dass er noch lange unter uns weilt. Interview mit Christorf Schlingensief bei Katrin Bauerfeind

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!: Tagebuch einer Krebserkrankung

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1., Auflage (20. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041118
  • ISBN-13: 978-3462041118
Preis: EUR 18,95

Freitag, 17. April 2009

Ein Abgesang auf Universalitätsbedürfnisse

Wer kennt das nicht? Man stöbert im Buchladen durch die Regale und über die Tische, an denen fein säuberlich aufgestapelt die Neuerscheinungen ausliegen und fragt sich, wenn unser Eins, dass gefunden hat was er suchte, warum die Verlage teils mit der Buchdeckel Gestaltung so einfallslos sind. Viele Bücher werden sogar ja nach Zeitgeist und Trend in ein in der selben Optik gestaltet, was nicht nur irreführend ist, sondern auch ziemlich abstoßend für die Verlage aber Gewinnbringend, weil sie hoffen so mehr Käufer zu finden. Man nennt diese Art von Nachahmung auch "me-too-Produkt" Zuletzt hat man das sehr gut bei Charlotte Roche "Feuchtgebiete" gesehen, was sofort kurz darauf vom Verlag auch für das Buch von Heinz Strunks "Felkenteufel" benutzt wurde. Und einige Zeit davor fand man zahlreiche Bücher in dem Stil wie sie die Cover vom amerikanischen Autor Jonathan Safran Foer zieren. Ein Verlag der sich da weitaus mehr Mühe gibt, ist der ANACONDA Verlag aus Köln, der es nicht nur versteht, seine Bücher individuell zu gestalten, sondern ihnen auch noch das zum Inhalt passende Äußere zu geben und nicht zuletzt ein sehr gutes, umfangreiches Programm besitzt, dass einen nicht nur mit unsäglicher Trivialliteratur(wie zbsp. diesen ganzen Phantasy-Zauberschwachsinn, oder Romane von mitte 20 Jährigen Autoren, die immer um die selben belanglosen Themen kreisen) verschohnt, sondern auch eine Preisklasse anbietet, die absolut akzeptabel und konkurrenzlos. Vor allem die Auswahl an Klassikern ist unglaublich umfangreich. Das sich somit auch der Wert des Buches steigert, dass man dann später gern immer mal wieder aus dem Regal zieht und an dessen Cover, das immer fest mit dem Buch an sich verbunden ist, erinnert. Die Franzosen würden jetzt die Nase rümpfen, denn in Frankreich gibt man nicht so viel auf die Buchgestaltung, wie auf den Inhalt. O-Ton: Der Anaconda Verlag in Köln präsentiert auf den folgenden Seiten ein buntes und vielfältiges Programm, das für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel Gutes und Lesenswertes bietet. Im Sachbuch finden Sie eine Vielzahl von Themen, die von Geschichte und Kultur über Psychologie, Philosophie, Religion bis zu Sprachen und populärer Naturwissenschaft reicht. Im Klassikerbereich stehen Weltliteratur, fernöstliche Weisheit, Antike, Mittelalter und Philosophie im Vordergrund. Zum ANACONDA Verlag

Über Lyrik (nicht nur) von heute

Mit zeitgenössischen Lyrikern und Altmeister der Interpretation "...und dass Du so mein Herz gewannst, macht nur dass Du so dichten kannst!" Gäste bei Felicitas von Lovenberg sind Nico Bleutge, Ulrike Draesner, Peter von Matt, Albert Ostermaier und Marcel Reich-Ranicki. Folge von Literatur im Foyer ansehen.

Gesprächsfetzen

gestern kurz vor 0:00h im Zug in NRW:
  • Sie so: Wolltest du Dir heute nicht noch ne CD kaufen?
  • Er so: Ach ja, scheiße vergessen!
  • Sie so: Welche denn?
  • Er so: Die neue von Morrissey.
  • Sie so: Von wem?
  • Er so: Vom ehemlingen Sänger der Smiths.
  • Sie so: Ach die ja, die werden wirklich maßlos überschätzt.
  • Er so: Ja da geb ich Dir recht Schatz.
Muahaha, ich hasse Menschen ohne Verstand und Geschichtsbewusstsein.

Mittwoch, 15. April 2009

Wir schreiben eine schwarze Liste

Wer oder was muss alles drauf und warum?

Dienstag, 14. April 2009

"Macht verrückt was euch verrückt macht"

Montag, 13. April 2009

NICO ICON Das ist die Stimme der traurigen Frau aus Köln

Liebe Post,

es ist zum Mäuse melken. Das Ihr schon nicht in der Lage seit, wenigstens halbwegs einfache Briefe zuzustellen, nein kleinere Postpackete verschwinden einfach spurlos und keiner glaubt zu wissen wo sie hin sind. Die nötige Kompetenz besitzt Ihr natürlich auch nicht, euch mal ein bischen Mühe zu geben euren Kunden wenigstens das Gefühl zu geben, sie wären euch nicht scheiß egal. Das ist jetzt in den letzten 3 jahren bestimmt das 20igste mal, dass Ihr was verschlammt habt und mir reicht es. Mit fauligen Grüßen und stinksauer!

"Jochen saß oft schweigend daneben und dachte nach. Er war ein bisschen unser Sonderling, professoral zerstreut und gleichzeitig sehr überlegt, verbrauchte er seine meiste Energie zum Reflektieren, während er als einziger von uns immer einen Likör vor sich hatte. Er linste uns durch die dicken Gläser seiner Nickelbrille an und schließlich gab er einen Satz von sich, der ungefähr wie folgt geklungen haben dürfte: "Weg ist klar, Ziel ist klar, die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei, wir müssen unsere sensitive Produktivität bündeln, intellektuelle Zärtlichkeit kann als Waffe ungemein klärend wirken, legen wir uns auf den Boden und schießen uns selber ab!"" aus Risiko des Ruhms von Rocko Schamoni.

Sonntag, 12. April 2009

Ein Jahr mit J.K. Rowling

ich bin über mich selbst ein wenig erschrocken, dass kommt häufiger vor als es vielleicht gut tut. Zum Beispiel bin ich gerade jetzt in diesem Moment erschrocken darüber, dass auch wenn ich nach wie vor mit dieser Phantasie Welt nicht viel Anfangen kann, eingesehen hab, das es in den Büchern von J.K. Rowling nicht nur um Zauberei und Seltsame Gestalten geht, sondern um dass was das Leben auszeichnet. Alles was ich bisher über die Harry Potter Bücher dachte, war furchtbar oberflächlich, ohne jemals eines zuende gelesen zu haben, deshalb möchte ich an dieser Stelle auch für meine undiferenzierten Äußerungen entschuldigen. Ob ich aber anfange eines der Bücher tatsächlich zu lesen, wage ich noch nicht zu beantworten, vielleicht, vielleicht auch nicht, aber zumindest habe ich begriffen das hinter den Büchern eine bemerkenswerte Persohn steckt. Die Dokumentation:

Ein Jahr mit J.K. Rowling Gibt es noch 7 tage bei arte.tv/plus7 zu sehen

Samstag, 11. April 2009

"Mein Sohn Ralph (12) will Autor werden. Kann er davon leben?"

LESERBRIEF I an unseren Literaturexperten Prof. Dr. Konrad von Hochstetten-Lastenow: Sehr geehrter Herr Professor, immer wieder hört man, daß Schriftsteller nicht vom Schreiben leben können. Da mein Sohn Ralf (12) jetzt Schriftsteller werden will, wollte ich Sie fragen, welche Möglichkeiten es gibt bzw. warum trotzdem so viele Schriftsteller werden wollen? Heike Keller aus D.

Meine liebe Frau Keller,

als ich mich darauf eingelassen habe, mein bescheidenes Wissen in diesem Medium (für das zu arbeiten ich mich schon jetzt schäme, weil es a priori unliterarisch ist) zur Verfügung zu stellen, habe ich auf Fragen gehofft, die weniger praktisch sind und mir die Möglichkeit eröffnen, in geistige Tiefen hinabzusteigen, die mich und den Fragenden am Ende in geistige Höhen führen würden.

Da Sie nun aber offensichtlich eine auf das Praktische ausgerichtete Frau sind, die ihren Sohn vor einem grauenvollen Schicksal bewahren will, will ich Ihnen auch praktisch und ohne Umschweife antworten: Sicher ist Ihnen Latrodectus mactans, auch die Schwarze Witwe genannt, ein Begriff? Es handelt sich, wie Sie wissen, um ein gefährliches kleines, am Boden lebendes Biest, das in Nord- und Südamerika verbreitet ist und zu jenen Spinnenarten gehört, deren Paarungsverhalten wie bei den Menschen darauf hinausläuft, daß das Weibchen das Männchen frisst. Bei den Menschen ist diese Sache natürlich in die Gesellschaftsform der Ehe hineinsublimiert. Aber hier wie dort kommt es auf die Schnelligkeit an, in der es ein Männchen schafft, nach der Paarung zu entfliehen. Ein Wespenspinnenmann hat zehn Sekunden für das Vergnügen und eine Sekunde für die Flucht zur Verfügung. Eher eine Art russisches Roulette spielt dagegen in Liebesdingen der Walzenspinnenmann: Trifft er nämlich auf ein unerfahrenes Mädchen, kann er sie ohne Probleme überraschend betäuben und sie seinem Tun wehrlos ausliefern. Trifft er aber auf eine bereits erfahrene Frau, die schon einmal betäubt und ausgeliefert war – dann wird er umgehend gefressen.

[...]

Wie den Spinnerich zu seiner gefräßigen Schwarzen Witwe zieht es den Dichter wider besseren Wissens zum weißen Blatt. Versuchen Sie aber trotzdem, Ralf etwas anderes aufzuzwingen. Zum Beispiel: Rechtsanwalt. Wir brauchen Schriftsteller mit Erfahrung in diesem Beruf. Germanisten gibt es zu viele. Ärzte haben wir ausreichend (die Kollegen Benn und Tellkamp beispielsweise). Und ignorieren Sie, wenn Ralf so klingt wie Franz Kafka 1913 in einem Brief: „Nur die Nächte mit Schreiben durchrasen, das will ich. Und daran zugrundegehn oder irrsinnig werden, das will ich auch, weil es die notwendige längst vorausgefühlte Folge dessen ist.“ Kafka war schon sechs Jahre bei seiner Versicherung, als er dies schrieb, und sollte es noch lange bleiben. Trösten Sie Ralf und sich damit. Und freuen Sie sich, daß er überhaupt etwas werden will.

Konrad von Hochstetten-Lastenow, vergisst dabei nur, das Kafka bis zu seinen Tode niemals gedachte , dass was er schrieb zu veröffendlichen, was gegen seinem Willen nach seinem Tod geschah. So weit ich mich Erinnere. Ganzen Artikel auf lit.colonie lesen

Paris - Berlin, die Debatte

Zum Thema:

Der große Hunger, die neue Armut?

Das Thema Ernährung wird zwar in der Presse viel diskutiert, die drastischen und weitreichenden Folgen von falschem Essen kommen dabei aber nur selten zur Sprache. Wie wirkt sich Mangelernährung auf den Einzelnen und inwieweit auf das soziale Gefüge in europäischen Gesellschaften aus? Isabelle Giordano diskutiert mit Gästen.

Allenthalben hört man Klagen über falsche Ernährung, Übergewicht sowie den vermeintlichen Niedergang des Geschmacks und der Esskultur bei jüngeren Menschen. Das Thema verkauft sich gut in den Medien, schlechtes Essen ist gewissermaßen in aller Munde. Aber wer weiß schon, dass zehn Prozent aller Europäer unter sogenannter "Mangelernährung" leiden, von den Krankenhauspatienten sogar 40 Prozent? Oder dass ein Drittel der alten Menschen in Europa sich falsch ernährt? In Deutschland belaufen sich die vom Gesundheitswesen zu tragenden Folgekosten der falschen Ernährung auf geschätzte neun Milliarden Euro. In Frankreich verfügen Zigtausende Haushalte gerade einmal pro Kopf und Tag über 2,60 Euro für Nahrungsmittel, obwohl eine gesunde Ernährung entsprechend den Empfehlungen mindestens 3,50 Euro kosten würde. Diese drastischen Fakten findet man selten in der Presse, wohl, weil sie Angst machen und auf die Stimmung drücken könnten. Aber mit Sicherheit werden sie über kurz oder lang zu einer schweren Belastung für das soziale Gefüge in unseren europäischen Ländern werden.

(Frankreich, 2009, 60mn) ARTE Gast: Philippe Chalmin Moderation: Isabelle Giordano noch 7 Tage online bei arte.tvplus7

Macht und Geld,

sind unüberbrückbar verknüpft. Was also wenn wir von heute auf morgen, das Geld abschaffen würden? Richtig das System würde zusammen brechen. Ja und? Schlimer als jetzt kann es nicht werden, sag ich mir, wenn wir nur früh genug einen Plan erarbeiten uns zusammensetzten und Altenativen ausklügeln, wie man das Prolem des Tausches lösen kann, bin ich überzeugt es würde über kurz oder lang funktonieren. ( Oder glaubt noch ernsthaft jemand daran das sich in en nächsten 50 jahren das mit der Umverteilung machen lässt?). Das die welche heute in der Lage sind sich denen gegenüber Vorteile zu verschaffen, die nichts besitzen, auf deren Schultern aber ihr Reichtum ruht, ist ohne Frage inakzeptabel. Also sage ich, wir sollten sie aus Ihrer Machtposition entheben, sofort! Und das schaffen wir nur, wenn wir den Wert, mit dem sie sich eventuell freikaufen würden, abschaffen, so dass sie genau da stehen, wo die ärmsten dieser Welt zu stehen gezwungen sind. Und ganz vorne ran, sollte man den Vorsitzenden des größeten Unternehmens der Welt stellen Peter Brabeck-Letmathe, man sollte Ihn dort hinstellen, von wo er das Wasser wegprivatisieren will und das soll er dann mal den Leuten erklären, die Morgends früh nicht wissen wo sie am Abend ein sauberes Glas Wasser herbekommen sollen. Ich weiß das ist natürlich eine Utopie, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Donnerstag, 9. April 2009


Willemsens Bücher VII - Claus Peymann from litCOLONY.de on Vimeo.

Mittwoch, 8. April 2009

Seien Sie dabei: Der größte Die-In Deutschlands!

Am Samstag den 18. April 2009 richten wir am Kölner Dom den größten Die-In (Sterbe-Happening) Deutschlands aus, um den ca. 2 Milliarden Tieren, die jährlich in Deutschland unter grausamen Bedingungen ihr Leben für den Fleischkonsum verlieren, ein Denkmal zu setzen.
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Bei einer ähnlichen Aktion, die mit riesigem Erfolg von PETA Europe und Anima Naturalis Anfang letzten Jahres in Barcelona durchgeführt wurde, legten sich 150 Menschen vor die Kathedrale, um gegen das Töten von Tieren für die Pelzgewinnung zu protestieren. Über diese Aktionen wurde weltweit in allen erdenklichen Medien berichtet und sorgte für große Aufmerksamkeit bei der spanischen Bevölkerung. Es ist höchste Zeit dem Wahnsinn der Intensivtierhaltung ein Ende zu setzen. Fleischkonsum zerstört unser Klima, unsere Umwelt, vernichtet kostbare Ressourcen und das Leben von Tausenden von Tieren. Wer einmal einen Blick hinter die Kulissen der Intensivtierhaltung geworfen hat, wird sich fragen, wie diese Grausamkeit gegenüber Tieren von so vielen Menschen wortlos geduldet werden kann. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, unsere Stimme in Köln für die Tiere zu erheben. Doch der Worte genug: Lassen Sie uns gemeinsam 2009 zum Jahr der Tiere machen. Wir werden die Aktion übrigens nicht komplett unbekleidet, sondern in weißer Unterwäsche und ggf. mit BH durchführen. Anmeldung und weitere Informationen zu der Aktion erhalten sie von Tobias-Jan Hagenbäumer. Danke PeTA das es euch gibt.

Dienstag, 7. April 2009

Vorsicht Wand!

Wenn ich ständig zu hören bekomme, dass überall der Bedarf an allem wächst, meistens gerade da wo absolut keine Notwendigkeit besteht außer das dies gerne als Argument angeführt wird, von großen Menschenverachtenden Konzeren, deren einzigstes Anliegen ist Gewinnmaximierung, kommt mir die Galle hoch. Wir sollten uns alle persönlich fragen ob wir die Verantwortung für das alles übernehmen wollen, der Fortschritt wird nähmlich in absehbarer Zeit vor die Wand fahren und dafür sorgen, dass wir schneller als uns lieb ist wieder in die Steinzeit katapultiert werden. Überlegt euch genau, ob Ihr das Auto das Ihr fahrt, wirklich braucht und vielleicht nicht zum Einkaufen auch zu Fuß gehen könnt. Fragt euch ob Ihr wirklich jede Woche baden müsst, anstatt vielleicht einfach nur kurz zu duschen. Fragt euch ob Ihr, die Gerätschaften die Ihr euch angeschafft habt, wirklich braucht, ob Ihr diese nicht vielleicht doch entbären könnt. Niemand braucht drei Rechner im Haus haben. Niemand muss jedes mal wenn eine technische Neuerung in die Läden kommt diese sofort, kritiklos ohne zu hinterfragen haben müsst. (Beispiel ebook). Fragt euch ob es wirklich notwendig ist, dass Ihr die großen Industrien Subventioniert, die sich einen Scheißdreck um euch kümmern, von denen Ihr aber Lebensmittel kauft. Fragt euch, ob der Biosprit den Ihr Tankt, nicht vielleicht nur euer Gewissen erleichtert, aber in wirklichkeit dafür sorgt das noch mehr Menschen Hunger leiden müsssen. Hinterfragt alles. Wirklich alles. Ich mach mit, damit ist schonmal viel bewegt.

Die Maischbergerisierung von geklonten Allzweckpersöhnlichkeiten

wenn mir einer sagt: Ich hab studiert und sich Ermüdigung in seinem Gesicht darüber breit macht, dass dies auch die meisten anderen in seinem Alter mit seiner Herkunft taten und mir anschließend erzählt, was dann aus Ihm wurde und das dies genau das nicht ist, was er sich eigentlich gewünscht hatte zu werden, würde ich gerne Staubwüsten vor seinen Füßen kotzen, damit er begreift dass man nicht studiert um einen Job zu kriegen. Außer man will Arzt werden, was wirklich ehrenwert ist. Es ist immer und überall Bedarf an wirklich guten Ärzten. Aber die wirklich guten Ärzte werden bei Antritt ihres Studiums zu Ärzten und wenn sie fertig sind sie nur noch Menschen die sich für Halbgötter halten, viel zu große Karren fahren, die sie vor dem Hospital auf einem Parkplatz zum abzustellen aufgefordert sind, durch das dicke Namensschild das garantiert so platziert ist, das es auch niemand übersieht und wo niemals Grasbüschel über den Weg wachsen, weil sie sich zweimal überlegen ob sie dem Privatparkplatzschild tatsächlich Gesellschaft leisten wollen. Viele zumindest. Noch schlimmer sind eigentlich nur noch die welche Psychologie studieren. Selbsttherapie mit inbegriffen stürzen sie sich in die Vermessung um auf Partys mit Küchenpsychologischem Imperativ die Kahlschlagsgarantie abzugreifen, um neue Klassifizierungen für noch mehr nicht Krankheitsbilder zu schaffen, von denen sie das aller größte sind. Die Welt ist ziemlich groß auch wenn das vom Fenster, und Fernsehbild aus nicht so wirkt und vielleicht wäre es besser man schaut sie sich erstmal an, bevor man über sie Promoviert oder Habilitiert. Studieren kann ich dann ja wenn ich hoffentlich auf einen Arzt gestoßen bin, der nichts mehr für mich tun kann, nachdem er was für mich tat, und ich dem Gras dabei helfe, seine Wurzeln so zu stimulieren, dass die Grasbüschel weit über die Privatparkplatzschilder hinaus wachsen, bis das Private wieder öffentlich ist und die kranken wieder gesund. Die Medizin gibt es schon, heißt Altruismus, und wirkt wunder

Kriechtiere in Aufrechtläufern

Zunächst saugen wir kriechendes Material ab. Dazu haben wir eine Art Staubsauger, der speziell für Flüssigkeiten, Exkremente etc. gedacht ist. Er ist ähnlich dem Absauger beim Zahnarzt, nur größer. Damit lassen sich Tiere recht gut wegsaugen. Danach wird der Leichnam mit Desinfektionsflüssigkeit gründlich abgewaschen. Es ist aber nie ganz auszuschließen, daß Maden noch aus dem Körperinneren nach außen kriechen, weshalb ein möglichst schneller und wirkungsvoller Verschluß der Körperöffnungen angeraten ist. Weiterlesen im Bestatterblog.

Sonntag, 5. April 2009

Privatisierung - Nein Danke!

Die Privatisierung der Welt Was haben moderne Kriegsführung und Wirtschaftspolitik gemein? Beide basieren auf dem Prinzip der Entmenschlichung ihrer Prozesse. Mit dieser Einsicht eines Ökonomen beginnt der Dokumentarfilm über die zunehmende Privatisierung ehemals staatlicher Institutionen. Der Film sucht die Orte der Privatisierung weltweit auf und führt Beispiele dafür an: In Südafrika ist es die Stromversorgung, in England die Bahn, das Gesundheitssystem auf den Philippinen, die Wassersorgung in Bolivien. Der Film lässt die Menschen zu Wort kommen, die nicht von diesen Entwicklungen profitieren. Ihnen werden die Vertreter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Weltgesundheitsorganisation gegenübergestellt, die für die globalen Privatisierungstendenzen mitverantwortlich sind. www.dergrosseausverkauf.de

Samstag, 4. April 2009

Glaube(n)

ich bin nicht religiös, ich glaube nicht an Gott und eigendlich verabscheue ich sämtliche Form von Religion, aber ich liebe Bücher. Und das Buch der Bücher nicht gelesen zu haben, die Bibel, erscheint mir je älter ich werde, als unumgehbar. Allein vielleicht schon, weil sie trodz allem, voll mit guten Sätzen ist und wenn mich etwas Glücklich macht, dann sind es gute Sätze. Die Bibel zu lesen allein lohnt sich schon aus dem Grund, da man wissen sollte, gegen wenn man eigendlich Argumentiert, wenn wieder einer dieser hirnverbrannten Fundamentalisten meint, die Welt mit einer Vorstellung von Moral zu überziehen. Es gibt ja reichlich Ausgaben und da findet sicher jeder ein schönes Exemplar, ich zum Beispiel hab mir jene besorgt die noch von Jörg Immendorff gestaltet wurde, bevor er starb. Aber Vorsicht, das Exemplar ist ziemlich groß, nichts für die Hosentasche. (Wenn man sowiso drauf scheißt). Die Immendorf Bibel kaufen
  • Gebundene Ausgabe: 1008 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 1. Aufl. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579054988
  • ISBN-13: 978-3579054988
  • Größe und/oder Gewicht: 30,4 x 22,2 x 5,8 cm
kostet so um die 7,90€

PAiN WiTHOUT BORDERS / "Stop Pain"


stoppain @ www.polylog.tv/wildpark Short film Client: PAIN WITHOUT BORDERS Agency: TBWA MAP Directors: PHILIPPE GAMER, FRED REMUZAT Production: SPACE PATROL Animation: SPACE PATROL www.spacepatrol.fr

Zum NATO - Gipfel

Man sollte sich vielleicht mal fragen, ob die Machtdemonstration der Führungskräfte nicht mittelbar dazu beiträgt, dass sich gewisse Leute in einer weise provoziert fühlen, die nachvollziehbar ist. Jeder hat irgendwo eine Grenze von Zivilisiertheit in sich, die wenn sie zu oft durch falsche Versprechen übertreten wird, irgendwann Gefahr läuft sich in dem Bedürfnis dieser Luft machen zu müssen, niederschlägt. Gerade dann wenn die Reden die geschwungen werden, nur verstreute Asche im Wind bleiben, dass was anschließend aber tatsächlich passiert, etwas ganz anderes ist. Die einen plädieren für zivilen Ungehorsam, andere spüren vermehrt dass mit Ruhe und Gelassenheit keine Aufmerksamkeit auf die Missstände zu lenken ist und verschaffen sich gehör mit Krawalle. Das Gewalt, Gegengewalt erzeugt ist hinreichend bekannt, nur die Frage die niemand Stellt ist, wer dafür verantwortlich ist, das Gegengewalt als Antwort auf Gewalt in Einvernehmlichkeit die Grenzen verwischt, die erkennen lassen, wer der gute und wer der böse ist. Und es ist offensichtlich, dass die welche eigentlich im öffentlichen Interesse am Mehrwert des Friedens arbeiten sollten, eine Mission fahren, die alles andere als friedfertig ist. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

Freitag, 3. April 2009

Baden Baden geht baden.

was für Propaganda Methoden insziniert werden um angeblichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen um den Arsch von Merkel und Obama zu sichern, ist nicht nur peinlich, sondern auch zu großen Teilen rechtswiedrig. Menschen werden dazu aufgefordert, nicht Ihr Haus zu verlassen, sie dürfen Ihre Fenster nicht öffnen und nicht auf den Balkon treten. Dass alles ist rechtswiedrig und wer sich daran hällt, ist selbst Schuld. Willkühr erfordert Gegenmaßnahmen und wenn ich Bewohner von Baden-Banden wäre, würde ich vor aller Augen mich breit auf meinen Balkon stellen, mich meines Unterleibes endblösen, und von meinem Balkon operieren, wie man es überlicher Weise auch im 18 Jahrehundrt gehandhabt hat. Scheißen für die Freiheit!

Von Schweitzer lernen heißt, lernen Mensch zu werden.

Warum wollen Vegetarier eigendlich immer alle Bekehren?, wurde ich gefragt und ich wusste erst nicht recht was ich darauf anworten sollte, weil ich keinen Bock habe auf die ewig gleichen Grundsatz Debatten, von denen ich schon hunderte Geführt habe die meist alle gleich ablaufen. Ich bin also gezwungen mir immer wieder aufs neue, den selben Bullshit anzuhören bezüglich meiner selbstverständlichen Haltung zu meinen Mitgeschöpfen, es ist unglaublich ermüdent immer wieder die selben Vorruhrteile auszumerzen. Hier ein kleiner Tipp: Liebe Leute, gebt euch mal einen Ruck und fangt endlich an euer Handeln zu reflektieren. Das soll nicht heißen dass Ihr zu den selben Schlüssen kommen müsst wie ich, sondern nur dass Ihr euch dem Ausmaß bewusst werdet, was Ihr tut und was ihr damit Anrichtet oder nicht. Warum Albert Schweitzer einer meiner Helden ist, ist leicht zu erklären. Weil er einer der wenigen ist, die schon früh begriffen haben, was es heißt am Leben zu sein. Das man nicht Gedankenlos durch die Welt sondern mit offenen Augen gehen sollte und vor allem Respekt haben, auch vor dem Regenwurm am Straßenrand, der Gefahr läuft überfahren zu werden. Ein Handgriff genügt und sein Leben ist gerettet. Das ist es eigendlich, kurzes Handeln wirk manchmal wunder. Vegetarier wollen Menschen nicht bekehren, sondern zum Denken anregen, weil sie erkannt haben, dass vieles von dem was als Normal angesehen wird, falsch ist und das man es ändern sollte. Das war auch die Lebensphilosophie von Albert Schweitzer. "Ehrfurcht vor den Tieren" gibt es kostenlos zu lesen bei Google Books. Hier entlang

Donnerstag, 2. April 2009

Liebe GEMA,

wer hat Dir eigendlich ins Hirn geschissen? Weißt du nicht mehr? Dann kotze ich Dir hiermit Hochachtungsvoll vor die Füße.

Mittwoch, 1. April 2009

Walt Disney und der Massenmord

Stimmt’s?

Tierquäler Disney

Lemminge begehen kollektiven Selbstmord, indem sie sich ins Meer stürzen - Stimmt's?

Stimmt nicht. Der Mythos ist alt, stammt vermutlich aus Skandinavien. Richtig ist, daß die Populationen der possierlichen Nager aus der Familie der Wühlmäuse großen Schwankungen unterliegen (was seit Entdeckung der Chaostheorie nichts Verwunderliches hat). Ist die Überbevölkerung besonders groß, kommt es zu Wühlmausvölkerwanderungen. Bei diesen Massenmigrationen finden viele Tiere den Tod. Davon, daß die Lemminge dabei freiwillig oder instinktiv aus dem Leben scheiden, kann freilich keine Rede sein.

"Aber da war doch dieser Film ...", wird mancher einwenden. In dem Disney-Film "White Wilderness" ("Abenteuer in der weißen Wildnis") wird tatsächlich der angebliche Massensuizid der Lemminge dargestellt. Allerdings haben die Tierfilmer nachgeholfen, um die Legende publikumswirksam ins Bild setzen zu können.

Das behauptet jedenfalls der Journalist Brian Vallee, der 1983 für das kanadische Fernsehen dem "Making of" des Films auf den Grund ging. Nach Vallees Darstellung wurden die Szenen im kanadischen Bundesstaat Alberta gedreht, wo es gar keine Lemminge gibt. Die Filmemacher hatten die Tiere von Eskimokindern in Manitoba gekauft und dann zum Drehort geschafft. Um den Eindruck einer Massenwanderung zu erzeugen, wurden die Lemminge auf eine große, schneebedeckte Drehscheibe placiert, die dann in Rotation versetzt und aus allen möglichen Kamerawinkeln gefilmt wurde. Der Strom der Lemminge - nichts als eine "Schleife", bei der immer wieder dieselben Tiere zu sehen sind.

Und dann kommt der böse Teil der Geschichte. "Die Lemminge erreichen den tödlichen Abgrund", raunt der Sprecher, "dies ist ihre letzte Chance zur Umkehr. Aber sie laufen weiter, stürzen sich in die Tiefe." Aus einer dank perfekter Tiefenschärfe phantastisch anmutenden Kameraperspektive sieht der Zuschauer die Nager in die gähnende Schlucht eines Flußtales fallen, angeblich getrieben vom Todesinstinkt. Die Wirklichkeit war nach Vallees Recherchen erheblich profaner: Die Disney-Leute halfen nach, schubsten und warfen die wenig lebensmüden Lemminge in den Abgrund.

In der Schlußeinstellung sieht man die sterbenden Tiere im Wasser treiben. "Langsam schwinden die Kräfte, die Willenskraft läßt nach, und der Arktische Ozean ist übersät mit den kleinen toten Leibern." Von wegen Arktischer Ozean, von wegen nachlassende Willenskraft: Ein Massenmord an Tieren im Dienste der Illusionsfabrik Hollywood. Christoph Drösser